Die Arbeit in Sozial- und Erziehungsdiensten fordert von den Beschäftigten nicht selten eine hohe geistige und körperliche Belastung. Gerade an die Betreuung von Kleinkindern wird gesellschaftlich ein hoher Maßstab angelegt. Die Bezahlung wird diesen berechtigten Anforderungen und diesem Arbeitsaufwand hingegen kaum gerecht. Die Gewerkschaft ver.di bereitet schon seit 2013 Initiativen vor, um die Eingruppierung der Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger im Rahmen des „Tarifvertrags Öffentlicher Dienst“ zu verbessern. Zum 31.12.2014 kann die bisherige Entgelttabelle gekündigt werden.

Der Kampf um eine bessere Entlohnung ist gleichzeitig der Kampf um eine gleichwertige Anerkennung von „frauentypischen“ Berufen (Rund 94 % der Beschäftigen in den Sozial- und Erziehungsdiensten sind Frauen).

Warum jede Unterstützung notwendig ist

Es ist für Beschäftige im Sozial- und Erziehungsdienst nicht so einfach ökonomischen Druck auszuüben, wie z.B. für Beschäftigte im Metallbereich. Deshalb ist gesellschaftliche Unterstützung um so wichtiger. Eltern, die den Streik der Erzieherinnen und Erzieher unterstützen, erhöhen den Druck auf die Träger. Bereits in der Tarifbewegung 2008/2009 war es von unschätzbarem Wert, dass sich Eltern und Beschäftigte an vielen Orten zusammengefunden haben um gemeinsam für die Forderungen zu kämpfen. Es wird auch 2015 wichtig sein, eine breite öffentliche Unterstützung zu organisieren!

Das haben wir vor:

Wir sind ein öffentliches Solidaritäts Bündnis für die Beschäftigten im Sozial- und Erzeihungsdienst in Freiburg. Bei uns kann jeder mitmachen. Wir bringen Beschäftigte, Eltern, Gewerkschafterinnen und Gerwerkschafter, Studierende und viel andere zusammen. Ob kreative Aktionen in der Innenstadt, Informationsveranstaltungen oder die konkrete Unterstützung eines möglichen Streiks: wir freuen uns auf jede und jeden die oder der mitmachen will!